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Sicherheitstag in der Lenzing Technik

Etwa 150 begeisterte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ließen es sich nicht nehmen, an den verschiedenen Stationen des Sicherheitstags ihre Geschicklichkeit zu testen.

Am 20. Oktober fand in Zusammenarbeit mit der AUVA (Allgemeine Unfallversicherungsanstalt) ein Sicherheitstag in der Lenzing Technik statt. Rund 50% aller MitarbeiterInnen des Bereiches Anlagenbau und Industrieservice nahmen mit großem Engagement daran teil.

Mit Sicherheit ein Erlebnis

Etwa 150 begeisterte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ließen es sich nicht nehmen, an den verschiedenen Stationen des Sicherheitstags ihre Geschicklichkeit zu testen und am eigenen Leib zu erleben, wie sehr man sich oft täuscht, wenn man glaubt, die Dinge „im Griff zu haben“. Sei es bei einem virtuellen Werksrundgang via Cyber-Parcours, bei der Orientierung mit „Rauschbrille“, beim „Autounfall“ mit dem Gurteschlitten oder am Balancegerät u.v.m.: Viele Kollegen und Kolleginnen mussten an den Geräten feststellen, dass eine große Differenz zwischen der eigenen Selbsteinschätzung und den tatsächlichen Reaktions- und Bewegungswerten besteht. Damit konnte der Hauptzweck des Sicherheitstags erreicht werden: eine Sensibilisierung für Sicherheit und das Bewusstmachen von Gefahren durch Fehleinschätzung. Doch das Thema Sicherheit hat in der Lenzing AG eine ganz andere Dimension, als der zum Teil spielerische Umgang mit dem Thema beim Sicherheitstag erahnen lässt.

Sicherheit steht in Lenzing an oberster Stelle

Heinz Lechner ist in Lenzing im Bereich Safety & Health seit April 2013 als Sicherheitsfachkraft tätig. „Dem Thema Sicherheit wird in der Lenzing AG seit jeher höchste Priorität gegeben. Oberstes Ziel der Sicherheitsarbeit ist, dass jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin am Ende des Tages sicher und gesund nach Hause kommt!“, so Lechner grundsätzlich. Der Bereich Sicherheit ist in Lenzing eine große Herausforderung, da das Thema sehr komplex ist und im Werk viele Gefahren lauern. „Gefährliche Arbeitsstoffe,elektrischer Strom, Strahlungen, bis hin zu den vielfältigen mechanischen Gefahren machen dies deutlich“, betont Heinz Lechner. „Sicherheit" ist auch in rechtlicher Hinsicht von hoher Bedeutung, denn es gilt viele Gesetze und Verordnungen zu befolgen. Zu guter Letzt ist auch der wirtschaftliche Faktor eminent, denn Arbeitsunfälle verursachen auch hohe betriebliche Kosten, welche es zu vermeiden gilt.

Sicherheit ist Führungsaufgabe

Das Thema Sicherheit ist in Lenzing Führungsaufgabe. Die Führungskräfte aller Abteilungen werden dazu geschult und sind angehalten, durch Ihr eigenes Verhalten eine positive Vorbildwirkung auf Ihre Mitarbeiter auszuüben. Aber auch das Unterweisen, regelmäßige Sicherheitsaudits oder die Durchführung eines Sicherheitskurzgespräches zu den unterschiedlichsten Themen gehören zu den Kernaufgaben der verantwortlichen Führungskräfte.

Sicherheit zum Angreifen

Der AUVA Sicherheitstag leistet einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Bewusstseinsbildung in der Lenzing Technik. Aktives „Tun“ an den verschiedenen Stationen macht das Thema „greifbar“ und sollte so einen gezielten Beitrag in der Präventionsarbeit sicherstellen. AUVA Abteilungsleiter Gunter Seebacher hat ein starkes Team zusammengestellt, das sich an den einzelnen Stationen durch hohe Kompetenz auszeichnete und den TeilnehmerInnen mit Rat und Tat zur Seite stand.

Die Stationen im Detail

Mit dem „Gurteschlitten“ können sowohl ein Front- als auch ein Heckaufprall simuliert werden. Mit seiner Hilfe wird den Beschäftigten die Wichtigkeit des Anschnallens eindrucksvoll vor Augen geführt. Die schon bei niedrigen Geschwindigkeiten verspürte große Aufprallenergie zeigt klar die Notwendigkeit zum Anlegen des Sicherheitsgurtes.

„Denk ans Gelenk“: Mit dem AUVA-Sprungkraft-Messplattformsystem kann die erstaunlich hohe Belastung der Gelenke bei einem Sprung aus „nur“ 50 cm Höhe getestet und analysiert werden.

Der Sicherheitsparcours ermöglicht es, während eines virtuellen Rundgangs durch einen Betrieb auf verschiedene Gefahren aufmerksam zu werden. Mit einer „Visette“ begibt man sich in eine 3D-Welt, in der verschiedene Hindernisse zu bewältigen sind (z.B. Ölfleck, Gehörschutz, Sturz und Fall, Funkenflug u.v.m.).

Bei der lehrreichen Wirbelsäulen-Bandscheibendemonstration wird aufgezeigt, wie wichtig die richtige Haltung beim Heben von Lasten ist.

Mit der aufgesetzten „Rauschbrille“ wird ein Alkoholisierungsgrad von 1,3 Promille simuliert. Es sind ein Slalomparcours und anschließend Zielwürfe zu bewältigen, die zu aller Überraschung für große Schwierigkeiten sorgten. Stationsbetreuung: Eva Pernthaler. Das Balancegerät bildete ebenfalls eine größere Herausforderung als erwartet. Das Analysegerät zeigt gnadenlos jede Unsicherheit in Bezug auf Gleichgewicht auf.

Zu guter Letzt stand ein bewährter AUVA-Jurist für alle Fragen rund um die Rechtssicherheit zur Verfügung. Vor allem die anwesenden Führungskräfte nutzten dieses Service ausgiebig.

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